Frankreichfahrt

Wie begeistert man junge Leute für Land und Sprache, Kultur und Natur? Wie weckt man Verständnis füreinander? Am besten, man fährt einfach mal für ein paar Tage hin. 42 Mädchen und Jungen der achten Klassen des Gymnasiums haben eine Woche lang im Austausch mit dem Collège Foch in L’Aigle (Normandie) Frankreich besucht.

Nach einer Nachtfahrt beeindruckte zunächst Chartres mit seiner Altstadt und einer der kunsthistorisch wichtigsten gotischen Kathedrale, die für ihr Labyrinth berühmt ist. Mit Spannung aber wurde dann die erste „echte Begegnung“ mit den Austauschpartnern in L’Aigle erwartet. In den letzten Monaten waren schon Briefe hin und hergeschickt worden und nun konnte und musste auch das in der Schule erlernte Französisch und Englisch angewendet werden. Zur Not verständigte man sich auch mit Hand und Fuß. Die Tage in der Normandie waren gefüllt mit einer gemeinsamen Stadtralley, einem Besuch in einer landestypischen Cidrerie und der Besichtigung der Stammburg von Wilhelm des Eroberers. Die dortigen Familien gestalteten weitere Aktivitäten.

Ein Höhepunkt der Tage in der Normandie war ein Ausflug an die Atlantikküste. Am Strand von Ouistreham, an dem 1944 die Alliierten gelandet waren, genossen alle den weiten Sandstrand und die Frühlingssonne. Schon am dritten Tag hieß es dann Abschied zu nehmen von den Austauschpartnern. Nach einem gemeinsamen Schulbesuch, bei dem die deutschen und die französischen Schüler zusammen eine Mathematikaufgabe zu lösen hatten, flossen schon die ersten Tränen. Für die Mindelheimer jedoch stand jedoch ein weiterer Höhepunkt der Reise bevor: Paris!


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Bei herrlichstem Wetter fuhren sie auf den Eiffelturm und erlebten die Größe und Eleganz der Stadt. Anschließend erwanderten sie zu Fuß viele der Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale Notre Dame oder die Museen Centre Pompidou und Louvre. Wo hat Paris bei Nacht einen besonderen Charme? Auf den Stufen der Sacré-Coeur-Kirche im Montmartre Viertel, wo die Mindelheimer mit Touristen und Nachtschwärmern die romantische Kulisse genossen.

Nach einer Nacht in einer Jugendherberge blieb am Tag der Rückreise noch kurz Zeit, um sich von den Produkten und Preisen des Kaufhauses Lafayette beeindrucken zu lassen. Gerade in einer Zeit, in der sich wieder Nationalismen ausbreiten und Frankreich vor einer entscheidenden Wahl steht, wird deutlich wie wichtig solche Begegnungen zwischen Jugendlichen europäischer Länder sind. Ein großer Dank gilt allen, die den Schülern und Lehrern des Maristenkollegs diesen Austausch ermöglicht haben, insbesondere dem Elternbeirat und dem Förderverein Städtepartnerschaft.

Der Gegenbesuch der französischen Schüler mit ihren Lehrern wird in Mindelheim im Oktober mit Freude erwartet.

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