Denkanstöße

Die 10. Klassen des Gymnasiums des Maristenkollegs besuchen jedes Jahr im Rahmen des Religionsunterrichts das Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg, wo Menschen mit Behinderung lernen, arbeiten und wohnen. Schülerinnen und Schüler der Klasse 10WN formulierten nach dem Besuch der Einrichtung einige Reaktionen und Denkanstöße.



„Ich denke, es gilt höchster Respekt den Erzieherinnen und Erziehern. Sie bewahren Geduld und leisten Großes. … Das Personal ist sehr freundlich. Die behinderten Menschen werden immer wieder neu motiviert, was sicher nicht leicht ist.“

Jonas


„Anfangs war ich eher nachdenklich, was dort auf mich zukommt, doch als ich dann da war, fand ich es sehr interessant, wie hoch entwickelt das deutsche Sozialsystem für behinderte aufgebaut ist.“

Maximilian




Kloster der franziskanischen St. Josefskongregation in Ursberg


„Die Einrichtung allgemein gibt denBehinderten ein Gefühl der Normalität, sie hilft, ein normales Leben führen zu können. Deshalb habe ich vor jedem, der dort arbeitet und hilft, sehr großen Respekt. Ich fühlte mich dort sehr wohl, da man mich nicht nur wie irgendeinen anderen Menschen sah, der das besichtigt, sondern wir waren miteinander auf Augenhöhe.“

Nicolai


„… um wirklich mal zu sehen, wie es ist, ein Leben zu führen, wenn man nicht gesund ist und auf Hilfe angewiesen – und gleichzeitig zu begreifen, wie gut es uns geht. Wir sehen alles oft als selbstverständlich an und sind nicht dankbar für das, was wir haben – das wurde mir wieder klar.“

Laura


„Mir ist noch einmal richtig klar geworden, wie wichtig solche Einrichtungen sind und dass dort nicht Behinderte leben, sondern Menschen mit Behinderung.“

Theresa


„Vor den Pflegern habe ich größten Respekt, da es aus meiner Sicht sehr schwer ist, sich mit dem Thema Behinderung zu befassen und den Betroffenen Hilfe zu leisten. … Es war eine extrem wertvolle Erfahrung zu sehen, wie gut es einem selbst geht.“

Robin


„Es ist einfach unverantwortlich, mit ansehen zu müssen, wie behinderte Menschen in einer liberalen Gesellschaft immer noch als Last angesehen werden. Deswegen finde ich es großartig, dass es in Ursberg Menschen gibt, die sich ihrer annehmen, für sie sorgen und ihnen ihre sonst aussichtslose Situation erträglicher machen.“

Katja



Niederlassungen des Dominkus-Ringeisen-Werks in Bayern


„Mein größter Respekt geht an die Betreuer, die jede Menge Zeit aufbringen, um den behinderten Menschen ein schönes und angenehmes Leben zu ermöglichen.“

Patrick


„Während des Besuchs in Ursberg sind mir oft Fragen, ob sich geistige Menschen behindert fühlen oder ob sie in ihrer eigenen Welt leben, durch den Kopf gegangen. Außerdem habe ich mich gefragt, ob vielleicht manche Behinderte traurig sind ob sie sich alle wohlfühlen.“

Moritz


„... Ich glaube, sie schätzen das Leben mehr als wir ….“

Cosima


„Selbst wenn man nicht behindert ist, kann es von einem Tag auf den anderen passieren, dass man einen Unfall hat, dann im Rollstuhl sitzt und als Behinderter abgestempelt wird. … Jeder Mensch hat ein Recht auf ein schönes und lebenswertes Leben und deshalb finde ich es gut, dass man behinderten Menschen die Chance gibt, solch ein lebenswertes Leben auch zu bekommen.“

Maximilian


„Die Frage, die ich mir eigentlich die ganze Zeit über gestellt habe, war, wie nehmen die behinderten Menschen mich wahr? Sehen sie mich als „normal“ oder möglicherweise auch als „anders“, so wie ich sie sehe?“

David





„Die Pfleger in Ursberg respektiere ich sehr, sie verrichten eine Arbeit, die ich mir selber nicht zutrauen würde, da man ständig mit Leid, Krankheit und Schmerz in Kontakt ist und trotzdem für die Menschen dort eine Quelle des Positiven sein muss.“

Marianne


„Ich hoffe, jedem ist nach diesem Besuch klar geworden, dass Behinderte normale Menschen sind, die bei gewissen alltäglichen Situation Unterstützung brauchen.“

Tamara


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