Sommerkonzert

Das Praxisseminar des Maristenkollegs war in diesem Jahr für die Durchführung der beiden Sommerkonzerte der Schule zuständig und hatte dafür nicht nur die Organisation rund um die beiden Abende erledigt, sondern auch noch eine kleine Überraschung vorbereitet. Wie üblich startete der Abend mit den jüngsten Akteuren, der Chorklasse 5a/b, die unterstützt vom Orchester mit der simplen Melodie („Play for me a simple Melody“ von Irving Berlin) begannen und das Publikum dann mit Gershwins „Clap yo’ hands“ mit Klatschen und Gestik auf den weiteren Abend einstimmten.



Bei „Puttin on the Ritz“ bewiesen die Schüler und Schülerinnen des Oberstufenchors viel Gefühl für Rhythmik.


Sich einzustimmen und aufeinander zu hören, das ist laut Schulleiter Gottfried Wesseli eine der Fähigkeiten, die die Schüler besonders beim gemeinsamen Musizieren erlernen können. Etwas, das die Streicherklasse 6a, mit der Unterstützung von Michaela Hörmann, schon gut beherrschte. Andächtig spielten sie den barocken Kanon in D-Dur von Pachelbel bereits in bemerkenswerter Harmonie. Leider konnten die Schüler ihr zweites Stück, den „Libertango“ von Piazzola nicht mehr darbieten, da Laura Hahmann am Donnerstag kurzfristig ausfiel. Aber diese hatte ja schon am Tag zuvor ihr Können auf der Violine gezeigt und mit ihrem Solo der Bach Partita in G-Moll das überaus zahlreiche Publikum beeindruckt.



Lydia Hartmann beeindruckte mit ihrer Geige das Publikum.


Weiter ging es mit der Darbietung der Chorklasse der sechsten Jahrgangsstufe, der man das zweite Jahr intensiver Übung deutlich anmerkte. Unter der Leitung von Werner Myslik sangen sie nicht nur die volkstümliche Weise „All mein Gedanken“, sondern auch den bekannten Hit der Jackson Five „I’ll be there“. Auch Jonas Streitel setzte sich gewohnt souverän an den Flügel im Zedernsaal und zeigte mit seiner anspruchsvollen Stückwahl (Precipitato aus der Sonate Nr 7 von Prokofjew) sein außergewöhnliches Talent.



Mühelos zwischen Polka und Pop wechselten die Nachwuchsmusiker des P-Seminars beim Konzert in Kirchheim.


Weiter in die Gegenwart ging es dann mit dem Mittelstufenchor, der sich zwei Nummer eins Hits gewählt hatte und „Somewehere out there“ aus dem Jahr 1986 und das Lied des Superstars Adele „Someone like you“ zu Gehör brachten. Weniger zaghaft sang im Anschluss daran der Auswahlchor – der von früheren Schülern und Eltern unterstützt wird – zuerst ein Gute-Nacht Lied (The seal lullaby), um danach zum geistlichen Liedgut zu wechseln und die Bearbeitung von „Lobe den Herren“ von Hugo Distler absolut präzise und ausdrucksstark zu schmettern.



Die Kinder der Chorklasse 6A zeigten ihre Vielseitigkeit.
Sie sangen eine volkstümliche Weise und ein Stück von „The Jackson five“.


Danach übernahmen die Instrumente wieder die Bühne im Kirchheimer Schloss und drei Solisten zeigten – jeweils gemeinsam mit dem Schulorchester – ihr Können: Lydia Hartmann an der Violine, Miriam Kunz auf der Querflöte und Julia Streitel ebenfalls an der Violine beeindruckten die Zuhörer mit ihrem sauberen Spiel der schwierigen Stücke. Hohes Niveau bezüglich Einsatz und Rhythmik war dann bei „Puttin on the Ritz“ von Irving Berlin gefragt, und beherztes Schmachten bei Gershwins „S’wonderful“, das der Oberstufenchor beides bestens beherrschte.



Nachwuchspianist Jonas Streitel bekam im Zedernsaal viel Beifall.


Bevor die Bigband der Schule hauptsächlich mit Blues und Swing den Abschluss des Konzerts übernahm, trat das P-Seminar mit dem mitreißenden Stück „Narcotic“ von Liquido vor die gut 400 Zuhörer. Noch viel mehr verblüffte die Formation jedoch mit dem offiziellen Abschlussstück des Abends: der traditionellen Polka „Böhmische Liebe“. Mit diesem Bruch zeigten die Schüler gut, dass ihre musikalische Heimat auch die Musikkapellen sind. Ein toller Einfall!


Zeitungsbericht der MZ vom 15.07.2017, Autorin: Manuela Frieß
Artikel im Onlineangebot der Augsburger Allgemeinen
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