Technikklasse am MK

Die Realschule des Maristenkollegs wird zum nächsten Schuljahr eine Technikklasse mit neuem pädagogischen Konzept und zusätzlichen Stunden für Werken, Robotik und 3D-Druck einrichten. Dabei werden die 28 Schüler und Schülerinnen der Klasse nicht nur von einer Sozialpädagogin betreut; auch der Klassenlehrer hat mehr Stunden als gewöhnlich.

Er leitet zum Beispiel einen montäglichen Morgenkreis, um mit den Schülern gemeinsam gut in die Woche zu starten. „Wir wollten nicht am Bedarf vorbei planen“, meint Schulleiterin Maria Schmölz, „deshalb wurden nicht nur die Pädagogen nach Ideen für das neue Konzept der Klasse gefragt, sondern eben auch die Schüler“. Und denen war zum Beispiel wichtig, kein gebundenes Ganztagsangebot zu haben. Das heißt, Nachmittagsunterricht gibt es nur an zwei Tagen. Damit man auch noch Zeit habe für seine Hobbys, finden Jonas Siegert, Robin Immerz, Marvin Kolp und Elias Kusterer.

Die vier Buben sind insgesamt jedenfalls sehr neidisch: Sie würden sofort ebenfalls in die Technikklasse gehen, wenn es denn ginge, aber sie sind ja bereits in der sechsten Klasse und somit schon zu alt.



Vier der Experten, die ihre Meinung zum Thema Technikklasse einbringen durften:
(von links) Jonas Siegert, Elias Kusterer, Robin Immerz, Marvin Kolp


Doch was finden sie besonders schön am neuen Vorhaben? „Das mit dem Klassenlehrerkonzept finde ich sehr gut“, meint Robin Immerz. Schließlich sei der Lehrer, in diesem Fall Christopher Enders, dann eine richtige Vertrauensperson für die Schüler, denkt Robin. Marvin Kolp findet vor allem die geplante Projektarbeit der Technikklasse toll. „Klar kann ich 3D-Druck auch als Wahlfach nehmen, aber zusammen mit der Klasse macht es bestimmt noch mehr Spaß“, meint der Schüler. Und bei den vielen Angeboten wirklich mit neuester Technik und viel Werkunterricht selber Hand anlegen zu dürfen, das findet Elias Kusterer am besten.

Insgesamt hat auch der Träger der Schule, das Schulwerk, schon alles durchgerechnet und genehmigt. Ganze 28 Schüler und Schülerinnen dürfen dann zum neuen Schuljahr mit dieser Klasse starten. Insgesamt sei das auf Nachhaltigkeit ausgelegt, erzählt Schmölz. Das Angebot soll keine einmalige Sache sein, sondern fester Bestandteil der Realschule.

Auch Christopher Enders, der Sport und Mathematik unterrichtet, ist gespannt, wie das Angebot ankommt. Mit mehr Bewegung und mehr Mitspracherecht der Schüler für den Ablauf der Woche, ist er sich sicher, dass den Kindern der Übergang von der Grundschule an die Realschule besser gelingen kann als bisher.

Ein Punkt, der den vier Schülern dabei auch wichtig scheint: Die Klasse isst gemeinsam zu Mittag. Und das, noch bevor die anderen Schüler in die Mensa kommen. „Dann ist es weniger voll und nicht so ein Gedränge“, sagt Robin Immerz. Einen weiteren Sonderbonus bekommt die Klasse auch, was die Räumlichkeiten betrifft. Den Schülern stehen ab September zwei nebeneinanderliegende Zimmer zur Verfügung: um die Klasse bei Bedarf zu teilen und kreative Unterrichtseinheiten zu ermöglichen.

Wer sich persönlich über die neuen Möglichkeiten am Maristenkolleg informieren will, hat dazu am Samstag, 17. März, die Möglichkeit. Der Tag der offenen Tür findet von 9.30 bis 15 Uhr statt.

Hier finden Sie weitere Informationen zur neuen Technikklasse an der Realschule des MK.


Zeitungsbericht der MZ vom 06.03.2018, Autorin: Manuela Friess
Artikel im Onlineangebot der Augsburger Allgemeinen
Humanitäre Schule Jugend Forscht Sponsorenpool Bayern TUM School of Education JUNIOR Premium School Klasse im Puls