Spanisch: Fachprofil

Bedeutung des Faches

Die Weltsprache Spanisch ist Muttersprache vieler Menschen, offizielle Sprache in zahlreichen Ländern, Arbeitssprache in internationalen Organisa-tionen und somit eine der meist gesprochenen Sprachen der Welt. Spanischkenntnisse eröffnen den Schülern den Zugang zum spanischen Sprachraum, der von wachsender wirtschafts- und geopolitischer Bedeutung ist. Besonders in den USA steigt der Anteil der spanischsprachigen Bevölkerung.

Mit Spanischkenntnissen erhalten die Schüler die Möglichkeit zur intensiven Auseinandersetzung mit Denk- und Lebensweisen in der spanischsprachigen Welt, deutlich über Klischees oder auch rein touristische Interessen hinaus. Im Spanischunterricht erfahren die Schüler Grundlegendes über Kulturräume, in denen seit Jahrhunderten interkulturelle Begegnung mit ihren Chancen und Risiken gelebt wird und von denen die Welt wichtige Impulse erfahren hat: Sie lernen die Epoche der arabischen Herrschaft auf der iberischen Halbinsel und ihre Bedeutung für Spanien und Europa kennen, begegnen präkolumbischen Hochkulturen, entwickeln ein Bewusstsein für das wechselseitige Verhältnis zwischen Europa und Hispanoamerika und gewinnen weitere Einblicke in Geographie, Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und andere Bereiche der Kulturen Spaniens und – in Auswahl – Hispanoamerikas.

Im Bereich des Bildungswesens bestehen enge Beziehungen zwischen Deutschland und spanischsprachigen Ländern Partnerschaften auf vielen Ebenen bieten den Schülern Begegnungsmöglichkeiten; Kooperationen mit Hochschulen und Universitäten im spanischen Sprachraum eröffnen ihnen zahlreiche Perspektiven. Gerade auch in Folge des Ausbaus der Wirtschaftsbeziehungen Deutschlands mit Spanien und Hispanoamerika können Spanischkenntnisse beruflich von großem Nutzen sein. Sie erleichtern zudem das Erlernen weiterer romanischer Sprachen.


Ziele und Inhalte

Dank der engen Beziehungen zwischen Lautung und Schreibung können die Schüler Aussprache und Orthographie schnell erlernen. Ihre bereits vorhandenen Sprachkenntnisse sind ihnen von großem Nutzen bei der Aneignung des Wortschatzes und der Strukturen des Spanischen und ermöglichen einen raschen, motivierenden Lernfortschritt. Die steile Progression stellt einerseits hohe Anforderungen an Arbeitshaltung und Selbständigkeit der Schüler, andererseits kann sie – auch unter Nutzung des Europäischen Portfolios der Sprachen – deren Freude an der spanischen Sprache und an der Weiterentwicklung ihrer Kommunikationsfähigkeit und ihrer interkulturellen Kompetenz fördern.

Die Schüler begegnen journalistischen Texten ebenso wie inhaltlich ansprechenden und ästhetisch reizvollen Beispielen einer Literatur von Weltgeltung. Am Beispiel einzelner Länder und im Spiegel von Medien, Filmschaffen, Kunst und Literatur set-zen sie sich in je altersgemäßer Weise mit aktuellen Phänomenen auseinander und lernen auch deren historische Hintergründe kennen. Bekannte Figuren – von Don Quijote bis hin zu Carmen – und herausragende Persönlichkeiten wie Moctezuma und Malinche, Vargas Llosa und García Márquez, Velázquez, Goya, Picasso und Frida Kahlo lassen Erbe und Gegenwart dieser vielfältigen Kulturräume plastisch werden.

Die von den Schülern produktiv zu erlernende sprachliche Form soll dem peninsularen Spanisch oder aber einem der hispanoamerikanischen Standards entsprechen. Im rezeptiven Bereich begegnen die Schüler Varianten aus dem gesamten spanischen Sprachraum.

Mit den im Unterricht erworbenen Fertigkeiten verfügen sie auch über die für den außerschulischen Erwerb der offiziellen spanischen Sprachzertifikate D.E.L.E. (Diplomas de Español como Lengua Extranjera) notwendigen sprachlichen Voraussetzungen.


Quelle: ISB - Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung
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