Project Junior 2015/16 - Resprutgees

Auch im Schuljahr 2015/16 fanden sich 16 wirtschaftlich interessierte Schülerinnen und Schüler der Q11 zusammen, um im Rahmen des P-Seminars von Hr. Myslik eine Schülerfirma zu gründen. Die Rahmenbedingungen stellte dazu die JUNIOR gGmbH, ein Ableger des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln. Die Postenverteilung lautete wie folgt: 1. Vorstandsvorsitzender war Thomas Sailer und 2. Vorstandsvorsitzender war Vinzenz Hörmann. Die Marketingabteilung leitete Larissa Rasguljajew, die Finanzabteilung Florian Hampp, die Produktionsabteilung Joachim Cebulj und die Verwaltungsabteilung Ramona Schmid.



Zuerst mussten wir eine Geschäftsidee finden, wobei wir uns nach kurzem Brainstorming darauf einigten, ein Getränk zu gestalten und zu vertreiben. Wir suchten nach einem innovativen, leckeren Geschmack, der nach mehreren Proben in Blutorange in Kombination mit Limette gefunden wurde. Unser Getränk benannten wir ‚Bluli‘.



Allerdings reichte diese Idee nicht aus, um sich vom Markt abzuheben und herauszustechen: Schließlich entschieden wir uns, noch einen sozialen Aspekt zu integrieren, indem wir einen Teil des Erlöses der verkauften Flaschen dem Flüchtlingsheim in Mindelheim in Form eines Tischkickers spendeten. Somit war die finale Geschäftsidee gefunden. Wir nannten unser Unternehmen RESPRUTGEES:



Dieser Name setzt sich aus dem englischen Wort für Flüchtling und dem dänischen Wort für trinken zusammen. Zunächst mussten wir Kontakt mit den umliegenden Brauereien aufnehmen, um zu sehen, wer als Auftragnehmer für die Abfüllung in Frage kam. Schließlich fand sich die Storchenbrauerei in Pfaffenhausen, welche umfangreich und sehr entgegenkommend bei Geschmacksfindung und Abfüllung mit uns zusammenarbeitete. Anfang Januar fand dann die erste Hauptversammlung statt. Hier präsentierten wir uns und unsere Geschäftsidee den 90 Aktionären. Die Geschäftsidee wurde genehmigt und so konnte RESPRUTGEES nun voll durchstarten. Im Vorverkauf konnten besonders interessierte Kunden ihr Getränk (oftmals mehrere Kästen!) schon bestellen. Außerdem haben wir die Bluli jeden Montag, Mittwoch und Freitag in der Pausenhalle unseren Mitschülern angeboten. Das Getränk wurde auch im Kaffee Böck in Bad Wörishofen und im Ellas in Kammlach verkauft. Der Preis pro Flasche betrug 1,50 Euro, wovon jeweils 20 Cent für das Flüchtlingsprojekt verwendet wurden.



Weitere Verkaufsstandorte waren der Tag der offenen Tür des Maristenkollegs und das Theater im Rahmen des P-Seminars. RESPRUTGEES war sowohl bei der Junior-Messe in Regensburg als auch auf dem Landeswettbewerb in München vertreten. Bei beiden Veranstaltungen konnten wir uns mit anderen Schülerfirmen austauschen und somit weitere Erfahrungen sammeln. Auf der Messe hatten wir einen Stand aufgebaut und noch dazu einen Live-Werbespot vorgeführt, bei dem das Unternehmen seine kreative Ader zeigen musste. Besonders stolz waren wir aber auf die Einladung zum Landeswettbewerb da dort nur die 10 besten Schülerfirmen von über 100 in Bayern eingeladen werden.



Im Rahmen der zweiten Hauptversammlung wurde den Aktionären ihr eingesetztes Kapital und dazu ein dicker Gewinn ausgezahlt. Die Freude war sowohl auf Seiten der Schüler als auch auf Seiten der Aktionäre merklich groß. Schlussendlich übergab RESPRUTGEES am Sommerfest der Flüchtlingsunterkunft den Tischkicker den Flüchtlingen. Dies wurde gefeiert mit einem Tischkicker-Turnier, einem Lebend-Tischkicker-Turnier und mit den letzten Resten der Bluli. Zusammenfassend war das Geschäftsjahr 2015/16 für uns ein voller Erfolg.


Vinzenz Hörmann und Alper Özdemir

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