Project Junior 2010/11 - growup

Auch dieses Schuljahr haben wir, 12 Schülerinnen und Schüler des Maristenkollegs, wieder ein JUNIOR-Unternehmen im Rahmen des „Projekt-Seminars zur Studien- und Berufsorientierung“ (P-Seminar) gegründet. Unterstützt wurde die Organisation dieses Projekts wie jedes Jahr durch das Institut der Deutschen Wirtschaft in Köln. Professionelle Unterstützung und hilfreiche Tipps zum Wirtschaftsleben erhielten wir aber auch von unserem Schulpaten Herrn Werner Myslik und unserem Wirtschaftspaten Herrn Josef Steidele (Autohaus Schragl, Mindelheim).

Um perfekt vorbereitet in unser Geschäftsjahr zu starten, verbrachten wir zu Beginn des Schuljahres mit unserem Schulpaten zwei Tage im „JUNIOR-Business-Camp“ in Wertach. Dort hatten wir einen umfangreichen Arbeitsplan abzuarbeiten. Neben einer Geschäftsidee benötigten wir einen Namen für unser Unternehmen, sowie einen Finanzplan für das bevorstehende Geschäftsjahr. Außerdem mussten unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die vier Abteilungen Marketing, Finanzen, Verwaltung und Umsetzung aufgeteilt werden, sowie die jeweiligen Vorstände und der Vorstandsvorsitzende gewählt werden.

Das Finden unserer Geschäftsidee stellte sich als die schwierigste und zeitaufwändigste aller Aufgaben heraus. Nach langen erfolglosen Überlegungen, Diskussionen und Abstimmungen, beschlossen wir einen Spaziergang durch den Wald zu machen, um an der frischen Luft unseren Kopf frei zu bekommen. Dort, zwischen all den Bäumen, kam uns die Idee etwas für unsere Umwelt zu tun. Wir wollten Bäume pflanzen, da waren wir uns einig, und so kamen wir nach längerer Ausarbeitung zu dem Entschluss, Baumpatenschaften für von uns selbst zu pflanzenden Bäume zu verkaufen.




Und welcher Name wäre da passender als „grow up“? Er steht zum einen für unser Hineinwachsen in die Wirtschaftswelt, zum anderen aber für das Heranwachsen eines kleinen Baumes.

Auch zu Hause wartete eine Menge Arbeit auf uns. Zuerst einmal verkauften wir alle 90 Aktien, die unser Startkapital darstellen. Um in der Öffentlichkeit an Bekanntschaft zu gewinnen, entwarf unsere Marketingabteilung Broschüren und Bestellflyer sowie eine eigene Website. Durch mehrere Artikel waren wir in der regionalen Presse vertreten. Um aber auch unsere Mitschüler auf uns aufmerksam zu machen, gestalteten wir einen eigenen Schaukasten am Haupteingang der Schule. Außerdem mussten geeignete Plätze zum Bepflanzen der Bäume sowie eine kostengünstige Baumschule gefunden werden. Nach all diesen Erledigungen konnten wir dann pünktlich zum 2. Elternsprechtag am Maristenkolleg mit unserem Produkt an den Markt gehen.

Mit 28 weiteren bayerischen JUNIOR-Unternehmen nahmen wir an der JUNIOR-Messe in Regensburg teil. Dort präsentierten wir zum einen unser Unternehmen den Besuchern der Messe, zum anderen nutzten wir diese Gelegenheit auch als Verkaufsmöglichkeit für unsere Baumpatenschaften. Eine besondere Ehre wurde uns zuteil, als wir als einziges JUNIOR-Unternehmen vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft ins Haus der Bayerischen Wirtschaft nach München eingeladen wurden, um uns bei der Eröffnungsveranstaltung des Bayerischen Wirtschaftsvolontariates vor hochrangigen Unternehmensvertretern und Ministerialbeauftragten mit einer Präsentation unseres Unternehmens vorzustellen.




Der Höhepunkt unseres Geschäftsjahres war aber ohne Zweifel der Landeswettbewerb in München, zu dem wir uns zusammen mit neun weiteren bayerischen JUNIOR-Unternehmen qualifizierten. Dort lag es an uns, uns durch eine fünfminütige Bühnenpräsentation, einen Stand und persönliche Gespräche mit den Juroren gegen die anderen Schülerfirmen durchzusetzen. Auch der von uns verfasste Geschäftsbericht, der über das gesamte Geschäftsjahr informiert, floss in die Bewertung mit ein. Und obwohl wir das Siegertreppchen nur knapp verpasst haben, nahmen wir doch viele nützliche Erfahrungen und Eindrücke mit nach Hause.

Nun, am Ende einer erfolgreichen Geschäftsidee können wir sowohl stolz, als auch zufrieden auf unsere erreichten Ziele zurückblicken. Neben unserem wirtschaftlichen Erfolg haben wir viele hilfreiche Erfahrungen im Wirtschaftsleben gesammelt und Schlüsselqualifikationen, wie Teamfähigkeit, Zeitmanagement und Organisation erlernt, auf die wir in unserem weiteren Leben immer wieder zurückgreifen können.


Theresa Mörz


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