Aktivitäten im Schuljahr

Was machen die Tutoren eigentlich genau? Das fragen sich vielleicht manche Eltern oder andere Personen, die mit uns selbst nie direkt in Kontakt stehen. Deshalb möchten wir an dieser Stelle gern Auskunft über unser Tätigkeitsfeld geben.



Die Tutoren warten am ersten Schultag auf ihre neuen Schützlinge


Als Tutorinnen und Tutoren der 5. Klassen begleiten wir die neuen Schüler durch ihr erstes Jahr am Maristenkolleg. Dies bedeutet zu Schuljahresbeginn zuerst einmal, sie durch das Gebäude zu führen, das während der nächsten Jahre zu ihrem zweiten Zuhause wird. Unsere Aufgabe besteht auch darin, eventuelle Probleme innerhalb der Klasse, die sich bei näherer Betrachtung in der Regel als Kommunikationsprobleme erweisen, aus der Welt zu schaffen. Um dies zu erleichtern, bringen die Tutoren in den jeweiligen Klassenzimmern einen sogenannten Kummerkasten an, der es ermöglicht, von Konflikten zeitnah zu erfahren - und nicht erst, wenn die Fronten verhärtet sind.



Erste Kennenlernspiele zu Beginn des Schuljahres unter Anleitung der Tutoren


Aber damit die neu zusammengewürfelte Klasse sich erst einmal kennen lernt, gehört eine Sportstunde mit Gruppenspielen gleich in der ersten Schulwoche zum Programm. Hier wird unsere Fähigkeit geprüft, eine Horde quirliger Fünftklässler im Zaum zu halten. Die Erfahrung kommt uns auch bei unserer ersten großen Herausforderung, dem Schullandheimaufenthalt in Wertach Ende Oktober, zugute. Wir verbringen dort eine tolle Zeit mit Wanderungen bei herrlichem Herbstwetter, einer aufregenden Schnitzeljagd, sowie mit den lehrreichen Besichtigungen der Hammerschmiede und einer Kapelle. Zur Erholung gibt es im Kolpinghaus deftige Mahlzeiten und von uns Tutoren organisierte Spieleabende und Bastelstunden. Darüberhinaus stärken wir gemeinsam mit den Religionslehrern der Klasse das Gemeinschaftsgefühl durch gezielte Gruppenübungen.



Schulführungen am Tag der offenen Tür


Bei den regelmäßigen Tutorentreffen besprechen wir dann weitere Aktionen, wie z.B. den Elternnachmittag für die Eltern unserer Schützlinge, das Weihnachtsbasteln oder unsere vielfältigen Aufgaben für den Tag der offenen Tür Anfang März. Letzterer dient dazu, den zukünftigen Schülern des Maristenkollegs unsere Schule schmackhaft zu machen, indem wir sie zu verschiedenen Stationen begleiteten. An diesen bringen Lehrer den Viertklässlern neue Fächer wie Chemie und Physik spielerisch nahe. Nachdem die Kleinen genügend geistigen Input erhalten haben, dürfen sie sich an der letzten Station, dem „Sagenhaften Café“, mit Kakao, Saft und Kuchen stärken. Außerdem können die Kinder bei einem Märchenquiz ihr Wissen testen und dabei sogar noch Preise gewinnen.



Wir begrüßen die Eltern unserer neuen Fünftklässler


Auch der Faschingsball, den wir zusammen mit der SMV und verschiedenen Lehrkräften organisieren, kommt mit alkoholfreien Cocktails, Muffins und auch pikanten Häppchen (die wir natürlich selbst zubereitet hatten) richtig in Fahrt und obwohl wir uns nicht selbst loben möchten, können wir doch sagen, dass der Ball immer sehr erfolgreich ist. Den legendären Klassenpreis für die Klasse, die am stärksten bei der Fete vertreten ist, vergeben wir auch jedes Jahr.

Bisweilen organisieren die Tutoren eine Ostereiersuche am Skaterplatz, an der alle Schüler mit großer Freude und hochmotiviert teilnehmen. Auch wird jedes Jahr ein Projekt für die achten Klassen durchgeführt: der Sucht- und Präventionstag, organisiert von Herrn Hacker. Dabei leiten wir verschiedene Stationen über Lebensmittel, Suchtverhalten und Gruppengemeinschaft.



Beim Parcours Suchtprävention


Um den Fünftklässlern einen guten Start in den Tag zu ermöglichen, bereiten wir mit der tatkräftigen Unterstützung des Elternbeirats und einzelner Lehrer ein gesundes Frühstück zu. Dabei zeigen wir den Kindern anhand sogenannter Ernährungspyramiden, wie man sich schon morgens gesund ernährt. Diese Aktion wird mit dem Verzehr von eigens von uns zubereiteten, sehr dekorativen Gemüse- und Obstplatten, die nicht nur ein Augen-, sondern mit Sicherheit auch ein Gaumenschmaus sind - wir haben natürlich alles vorher durchprobiert - und einem superleckeren, frisch gemixten Obstcocktail abgeschlossen. Die Begeisterung der Kinder brachte uns auf die Idee, öfter ein gesundes Frühstück anzubieten, in der Hoffnung, dass die Schüler „auf den Geschmack kommen“ und sich auch daheim eine gesunde Ernährungsweise zu eigen machen.



Beim Elternkaffee der neuen Fünftklässler


Um das Jahr ausklingen zu lassen, steht im Juli ein Spieletag für die 5. und 6. Klassen auf dem Programm, bei dem wir die Organisation eines Basketball- und Volleyballturniers sowie verschiedener anderer Spiele übernehmen.

Zur Belohnung unserer Mühen dürfen wir Tutoren am Ende des Schuljahres einen Tag am Ammersee verbringen. Dieser Ausflug zeigt uns, dass wir als Gruppe über das Jahr durch unsere gemeinsame Arbeit zusammengewachsen sind und es in keiner Situation an Spaß gefehlt hat.



Bastelstunde mit den 5. Klassen


Alles in allem denken wir immer gerne an unsere Zeit als Tutoren zurück und können rückblickend festhalten, dass wir die Entscheidung, uns auf diese Weise für unsere Schule engagiert zu haben, nie bereuten! Ganz im Gegenteil, wir schenken den uns anvertrauten Fünftklässlern Zeit und werden von ihnen nicht nur mit großer Zuneigung belohnt, sondern vor allem auch mit der Beobachtung, unsere Schützlinge von Woche zu Woche selbstbewusster und selbständiger zu erleben, bis wir nach einiger Zeit die Entdeckung machen, dass die Kleinen sich buchstäblich in der Schule wie zu Hause fühlen. Dass wir diesen Prozess begleiten und unterstützen dürfen, erfüllt uns mit Stolz, Freude und Dankbarkeit.

Damit nicht genug, werden wir auch in anderer Hinsicht belohnt: Die Fähigkeiten, die wir in der Tutorenschulung quasi theoretisch erlernen, können wir im Umgang mit den Zehnjährigen erproben und trainieren: Gruppenführung, Organisation von Spielen und Veranstaltungen, Durchsetzungsvermögen, pädagogische Betreuung einzelner Schüler, um nur die wichtigsten zu nennen. Damit erweiteren wir das Spektrum unserer sozialen Kompetenzen für unser späteres Leben erheblich.

An dieser Stelle möchten wir ganz herzlich den Personen danken, die uns betreuen, die Tutorentreffen organisieren, sich als Helfer in jeder Tutoren-Lebenslage entpuppen und damit alles, was wir oben beschreiben, erst ermöglichen: Frau Lüken-Mair und Herr Hacker, aber auch Frau Kretzinger, die uns zum Einen immer gut verköstigt und zum Anderen bei jeder Aktion tatkräftig unterstützt. Nicht zuletzt sei auch unseren Stundenlehrern gedankt, die uns so oft bereitwillig zu unseren Schützlingen gehen ließen.

Last but not least: Vergelt’s Gott, liebe Fünftklässler, für dieses spannende, ereignis- und lehrreiche, interessante und einfach wohltuende Jahr, das wir mit euch verbringen durften. Wir werden euch nie vergessen!

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