Geschichte der Maristen in Mindelheim

Seit der Gründung der Niederlassung der Brüder in Mindelheim 1926 wohnten diese im Schul- und Internatsgebäude. Das Haus war ursprünglich als Altersheim geplant und wurde im Rohbau von den Brüdern übernommen und umgebaut. Es diente über Jahrzehnte als Schule und Internat der Juvenat und Kommunität.

1961 trennte man Schule und Internat räumlich mit jeweils eigenen Gebäuden. Die Brüder lebten weiterhin im Internats- und Schulgebäude. Im Laufe der Jahre verringerte sich die Zahl der Brüder von über 20 auf aktuell (2014) vier. Der Bereich der Kommunität wurde dadurch für die Wenigen zunehmend unpraktikabel. Es verstärkte sich der Wunsch der Brüder, in einem eigenen, kleineren Haus zusammenzuwohnen, in dem man besser als Kommunität leben konnte.

Nachdem sowohl 2013/14 die Schließung des Internats beschlossen wurde und gleichzeitig die Option für den Verbleib einer Maristenkommunität in Mindelheim getroffen wurde, konnte mit der Planung einer neuen Bleibe für die Brüder begonnen werden. Die Entscheidung fiel auf das leerstehende Nebenhaus des Internates, das über Jahre die Gruppe der Kollegiaten beherbergte.



Das neue Zuhause der Maristenbrüder.


Einige Umbauten folgten, um es den Bedürfnissen einer älter werdenden Kommunität anzupassen. Am 15. Juli 2013 erfolgte der Umzug. Schnell ging der Wechsel der persönlichen Habe, schwieriger das Eingewöhnen in die neuen räumlichen Gegebenheiten. Das Haus beherbergt nun vier Brüder, hat Raum für eine neue Küche, Aufenthaltsbereiche, drei Gästezimmer und eine kleine Kapelle, die auch Gästen offen steht.

Am 2. Dezember 2013, bei einem kleinen Familienfest mit F. Provinzial Brendan Geary, Dekan Andreas Straub, einigen Ehrenmitgliedern und Freunden aus Mindelheim wurde das Allerheiligste nach einem feierlichen Gottesdienst in der Brüderkapelle ins neue Wohnhaus überführt. Damit wird die schöne kleine Kapelle neben der Studienkirche, die einst von Erwin Holzbaur und Toni Mayer gestaltet wurde, nicht mehr von der Kommunität genutzt, steht aber gerne anderen Gruppen zur Verfügung.



Stadtpfarrer Andreas Straub zelebrierte den letzten Gottesdienst in der Brüderkapelle und trug anschließend das Allerheiligste ...




... in den Andachtsraum des nebenstehenden Brüderhauses, den er im Anschluss segnete.


Es war ein wehmütiger Abschied vom alten Internatsgebäude, doch es gab auch Tröstliches: Die vier Fratres Gaudentius, Heinrich, Josef und Michael werden weiterhin in Mindelheim wohnen und in der Studienkirche mit der Gemeinde die Gottesdienste feiern. Pater Wilhelm Tangen, Maristenpater aus Passau, feierte am 10. Dezember die erste hl. Messe mit den Brüdern in der neuen Wohnung.



Der erste gemeinsame Gottesdienst im neuen Zuhause.


Die künstlerische Gestaltung des Gebetsraums konnte erst einige Wochen später vollendet werden. Gäste sind im Haus jederzeit willkommen. Die Brüder hoffen, dass sich mit dem neuen Haus viele Gelegenheiten bieten, die Gastfreundschaft gegenüber der großen Maristen- und Schulgemeinschaft zu pflegen.

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